In der Welt habe ich etwas gefunden, das ich, als bekennenden PS3 zocker, sehhr treffend Fand als Umschreibung für die aktuelle Situation der Videospiel-Industrie:
Diesmal ist der Erfolg im wesentlichen den neuen Jedermann-Konsolen Nintendo Wii und dem vor allem bei Mädchen erfolgreichen Minispielgerät DS zu verdanken. Die Games Charts werden von Pokemon, Pferdespielen und dem unvermeidlichen “Gehirnjogging” dominiert. Das ist ungefähr so, als lebte die gesamte Filmindustrie von Teletubbies und Kinderkanal, großes Kino oder gar Kunst spielt eine Nebenrolle.
Montag, 23. Februar 2009 “Die Welt” Seite 23 “Biedermeier am Bildschirm” von Thomas Lindemann
In dem Artikel wird treffend beschrieben was auch meines Erachtens nach die Problem der Spielindustrie sind, zu einem sind es die Massenartikel die Geld bringen und sich verkaufen und kreative Konzepte die scheitern. Mirrors Edge, Deadspace, Little Big Planet, Spore, etc. - alles kreative Ansätze, die sich aber nicht verkaufen.
Ein weiteres Problem ist, wie Thomas Lindemann es beschreibt, es keine Underground-Szene gibt. Aber wie jeder Medien Bereich braucht auch die Gameswelt eine Szene die nur für sich lebt aus einem Spirit, aus einer eigenen geistigen Haltung, herraus für sich entwickelt und für sich lebt. Wer von Tim Renner “Kinder der Tod ist gar nicht so schlimm” gelesen hat, ein Buch über die Entwicklung des Musikmarktes, wird wissen was allein die punkigen unprofessionelen Musikmagazine die privat in geringer Auflage produziert wurden für die Szene getan haben.
Spiele können soviel sein - und doch ist ihr Zustand eher traurig. Es gibt kein surreales Videospiel. Es gibt niemanden der die Genregesetzte radikal bricht, kein Karl Valentin und keine Nina Hagen des Games.
Montag, 23. Februar 2009 “Die Welt” Seite 23 “Biedermeier am Bildschirm” von Thomas Lindemann
Aber in den Games markt kommt man so leicht nicht rein. Microsoft, Sony, Sega, Nintendo - alle wollen sie viele Lizenzgebühren und verlangen gut stolze Preise für die SDK und Developer Konsolen. Und auf dem PC kosten Tools auch eine Menge Geld.
Wir können uns nicht auf die paar Gamedesign Studenten verlassen, die werden das Ruder nicht so schnell rumreißen, die Leute müssen schon vor Studium oder Lehrbeginn in der Szene stecken. Um Playstation Portable ist eine gute Szene gewachsen aber leider mit vielen illegalen Ambitionen um Spiele kostenlos zum laufen zu bringen, das Sony da rechtlich gegen vorgeht ist verständlich. Aber löblich ist, dass Sony sozusagen eine Tür schließt und eine andere öffnet. Auf der akutellen PS3 kann legal und völlig kostenlos Linux als zweiten Betriebssytem aufgespielt werden, und nur auf einen kleinen Teil der Ressourcen verzichten muss. Das ist doch schonmal ein Anfang, eine Garten in dem auch mal die Saat ausgeworfen werden kann.
Interessante Links/Artikel:
Angemerkt sei noch, dass Sony aber die Entwicklung von Spielen fördert die einfach <anders> sind. ein gutes Beispiel dafür ist Linger in Shadows, ein surrealistisches spiel in dem man Filmsequenzen interaktiv manipuliert und so eine neue Handlung auslöst um zum ziel zu kommen. Ein spiel in dem man nicht das Spiel steuert.
UPDATE: Ich habe den Artikel auch jetzt online gefunden, wer ihn sich also durchlesen möchte: welt.de/webwelt/article3257071/Videospiele-Nur-noch-Mainstream.html
Kategorien:Allgemein, Arbeit, Design, Johannes Ulrich Gehrke, Philosophie, Programmieren, Schafe, Sony
Hast Mirrors Edge ma ausprobiert?^^Finds weder kreativ noch gut:D finds kein wunder dasses sich ned verkauft:)